SPORTTREFF KAROWER DACHSE E.V.

Der außergewöhnliche Sportverein im Norden Berlins

SPORTTREFF KAROWER DACHSE E.V.

Der außergewöhnliche Sportverein im Norden Berlins

Am Samstag, den 10. Juni 2023 lud der Sporttreff Karower Dachse unter dem Motto „Meine Sportfamilie“ zum Sportfest ein. Neben einem großen Familiensportfest wurde zum zweiten Mal ein inklusives Fußballturnier auf dem Sportplatz der Achillesstraße ausgetragen. Pünktlich zum Start des Sportfestes um 12 Uhr setzte aber erstmal Petrus ein Zeichen. Eine gute Stunde regnete es aus vollen Kübeln. Was die Natur nach den trockenen letzten Tagen freute, sorgte bei den Dachsen für eine kleine Ernüchterung. Der erste Auftritt der Tanzabteilung fand entsprechend unter der Überdachung der Grundschule Am Hohen Feld statt. Das Familiensportfest kam nur schleppend in die Gänge. Als sich dann aber gegen 13:30 Uhr die Regenwolken verzogen hatten, präsentierte sich das Wetter aber wieder von seiner sonnigen Seite. Und es dauerte auch nicht lange bis ein buntes Treiben auf dem Gelände herrschte.

LSB mit breitem Angebot

Wie im Vorjahr hatten die Dachse zehn Mitmach-Stationen beim Familiensportfest aufgebaut, die von den eigenen Trainer*innen und auch von Partner aus dem organisierten Sport betreut wurden. So war erstmals der Landessportbund Berlin mit seinem Projekt „Mein Traum von Olympia“ dabei. Neben einer Laufgeschwindigkeitsmessung, sorgten eine Fotobox und die Gestaltung einer Traumwand für viel Abwechslung. Zudem lockte der LSB Berlin um Organisatorin Claudia Trost zwei Olympioniken nach Karow: Ali Lacin – paralympischer Athlet im Sprint und Weitsprung – sowie Caterina Granz – Mittel- und Langstreckenläuferin aus Berlin. Beide Athleten präsentierten sich als „Sportler zum Anfassen“, gaben an der Laufstation Tipps an die Besucher und unterstützten die Dachse-Trainer Gerhard und Neele (Danke auch an euch beide). Zudem gaben sie in einem Interview Einblicke in den Athleten-Alltag, ihre Motivation am Leistungssport, sprachen über ihre Olympiateilnahmen 2021 und blickten hoffnungsvoll in Richtung Olympische Spiele 2024 in Paris.
Catarina Granz und Ali Lacin waren als Olympioniken dabei.Foto: Vi Tva Sports
Es gab wieder jede Menge Mitmachstationen. Foto: Vi Tva Sports

Tolle Mitmachstationen

Neben der Laufstation des LSB gab es aber auch bewährte Dachse-Stationen aus dem Vorjahr wie den Streichholzweitwurf (Danke Ahmed & Micha), den Eltern-Kind-Parcours (Danke Rékà, Hanna & Caro), dem Floorball-Stand (Danke Daniel, Elric Thoren, Holger & Elias), der Workout-Station (Danke Nancy, Kristin & Nadine) und Fühlen & Lupfen (Danke Uwe, Christa & Petra). Wie im Vorjahr war auch der Berliner Fußball-Verband wieder mit einem Blindenfußball-Slalom dabei – Dickes Danke an Julian fürs Durchhalten ;-). Zudem unterstützte Special Olympics Berlin das Dachse-Sportfest an drei Stationen. Neben dem bekannten Rollstuhlpacours – mit neuen Elementen – hatte Andreas Gernandt mit dem inklusiven Fechten und anderen barrierefreien Sportangeboten jede Menge Abwechslung mitgebracht. Zudem gab die Station „Bewusste Ernährung“, die von Ernesto von Special Olympics gemeinsam mit den Dachse-Trainerinnen Eike & Sabine (Vielen Dank!) betreut wurde, einen neuen Aspekt auf das Sportfest. Nach Absolvierung aller zehn Stationen konnte die Stempelkarte dann beim Dachse-Vorstand um Kirsten & Nancy am Infostand abgegeben werden.
Neben den Mitmachstationen sorgte zudem das Smoothie-Bike wie im letzten Jahr für eine süße Belohnung. Weiterhin zeigte Dachse-Partner „Supernova“ an einem Stand, wie bioelektrisches Personaltraining/EMS funktioniert und wie effektiv es ist. Wie im Vorjahr hatte auch Wilfried (Schachfreunde Nord-Ost Berlin) eine Schnupperstation zum Schachspielen aufgebaut. Echte Highlights waren zudem die Auftritte der Tanzabteilungen (Danke Zuz & Trixi), der Tanzmäuse (Danke Sabine) sowie der Einräder (Danke Hannah). Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Hervorzuheben ist hier das Engagement des Maximilians – einem bayrischen Restaurant aus Berlin-Mitte. Stellvertretend durch Martin und Juliane wurde die komplette Getränkeversorgung organisiert und die Einnahmen dem Vereinszweck überlassen – Dickes Dachs-Danke! Zudem gab es ein Kuchenangebot von Nobis (Danke Toni, Stephanie, Steffen & den Nobis-Mitarbeiter*innen) sowie ein Grillstand (Danke Miki, Andrea, Katherina & Lilian). Für die „Kleinsten“ durfte zudem die Hüpfburg nicht fehlen.

Spannendes Turnier – Gastgeber im Finale

Das Familiensportfest war allerdings nicht das einzige Highlight an diesem Samstag-Nachmittag. Denn ab 14 Uhr ging es auf dem Kunstrasenplatz des Robert-Havemann-Gymnasium zur Sache. Acht inklusive Mannschaften waren der Einladung der Dachse zu einem Fußballturnier gefolgt. Und alle acht Teams bereuten ihre Teilnahme in keiner Minute. Von der ersten Turnierminute entwickelten sich spannende und enge Partien auf hohem fußballerischen Niveau. Dabei waren mit Pfeffersport, Annedore-Leber-Berufsbildungswerk (ALBBW) sowie der Hertha BSC Inklusions-Mannschaft auch drei Turnier-Newcomer dabei. Zudem komplettierte Titelverteidiger Team Royal Inklusion, SC Lebenshilfe Berlin, zwei gemischte Mannschaften von Dachse & den Nordberliner Werkstätten (nbw) sowie der VSB Magdeburg das Teilnehmerfeld. Die Freunde der Dachse aus Magdeburg hatten die zweistündige Autofahrt auf sich genommen. Ein Stau kurz vor Berlin kam dabei in die Quere, sodass der VSB erst pünktlich mit Turnierstart auf dem Gelände erschien. Kurzfristig wurde der Turnierplan umgestellt und so der Verspätung der Magdeburger Rechnung getragen. Unter der Koordination von Kristina lief das Fußballturnier dann reibungslos ab. In der Turnierleitung machten dabei Moderator Carsten sowie Benni (zuständig für die Technik) und Andreas (zuständig für Statistiken & Tabellen) einen grandiosen Job – Danke euch! Auch die Schiedsrichter standen dem in nichts nach (Danke an den Berliner Fußball-Verband). Nach einer spannenden Vorrundem in zwei Gruppen standen dann die Halbfinalpartien auf dem Programm. Da alle Platzierungen ausgespielt wurden, hatte jede Mannschaft am Ende fünf Partien zu absolvieren. Spannend wurde es bei den Halbfinalpartien um den Einzug ins Finale. Jeweils hauchdünn setzten sich hier die Gastgeber von Dachse/nbw 1 & 2 durch. Während sich Herthas Inklusionsmannschaft den Bronzeplatz sicherte, ging es im Finale der beiden Gastgeber spannend zu. Die Turnierentscheidung fiel vom Neunmeterpunkt. Erst nach einigen Schützen stand hier der Sieger fest – Robert Grell parierte einen Neunmeter von Dachse-Kapitän Niko Kraft und kürte damit Dachse/nbw 2 zum zweiten Sieger der jungen Turnier-Geschichte. Bei den Finalpartien war neben Herthinho zudem der Dachs anwesend. Zwischen den beiden Waldtieren sprang gleich der Funke über.
Liebe auf den ersten Blick: Der Dachs und Herthinho. Foto: Vi Tva Sports
Die Mannschaft von Dachse / nbw 2 wurde Turniersieger.Foto: Vi Tva Sports

Jubel, Trubel & Zufriedenheit

Bei der anschließenden Siegerehrung herrschte dann eine ausgelassene Stimmung unter allen Turniermannschaften. Sie zelebrierten den gemeinsamen Fußballnachmittag, beklatschten sich gegenseitig und ließen das Turnier in gemeinsamen Gesprächen Revue passieren. Neben Pokalen & Medaillen für alle Mannschaften wurde auch der beste Torhüter und beste Turnierspieler gekürt. Hier gaben alle Trainer der acht Mannschaften ihre Vorschläge an die Turnierleitung. Als bester Turnierspieler wurde Oumbeid Algo von Hertha BSC gewählt, werden Lenny von Pfeffersport unter großem Jubel seiner Teamkollegen den Einzelpokal für den „besten Torhüter“ entgegennahm. Die Auszeichnung zum besten Turniertorschützen sicherte sich Denny von Turniersieger Dachse/nbw 2 mit zehn Treffern.

Während die Siegerehrung lief, waren schon viele fleißige Dachse dabei das Gelände von einem bunten Sportfest-Areal in einen herkömmlichen Schulhof zurück zu verwandeln. Gegen 20:00 Uhr schien es so, als hätte nie etwas auf dem Gelände der Grundschule Am Hohen Feld und dem Sportplatz des RHG stattgefunden. Aber es war einiges los und viele Besucher, Dachse-Mitglieder sowie Gäste des Sportfestes und Fußballturnieres sind sicher mit einem kleinen, zufriedenen Lächeln eingeschlafen.

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