Gelassen, engagiert, verantwortungsbewusst -
Im Gespräch mit unserer Jugendwärtin Emma Fließ
Seit dem 20.03.2025 ist die Position endlich wieder besetzt: Emma Fließ, 18 Jahre alt, selbst Trainerin im Verein, wurde vom Erweiterten Vorstand zur Jugendwärtin des Sporttreff Karower Dachse eingesetzt. Mit jeder Menge positiver Energie, klaren Ideen und einer großen Portion Gelassenheit geht sie ihre neue Aufgabe an.
Emma, wie würden dich deine Freund*innen in drei Worten beschreiben?
Emma: Ich habe meinen Freund gefragt – er meinte: fleißig, bodenständig und verantwortungsbewusst.
Ich selbst würde noch ergänzen: ziemlich gelassen. Gerade wenn viel los ist, hilft mir das sehr.
Was macht für dich gute Jugendarbeit aus – Herz, Humor oder Hallenzeit? 
Emma: Am wichtigsten ist mir, dass ich für jede und jeden ein offenes Ohr habe. Vielfalt gehört für mich unbedingt dazu – genauso wie die Verbundenheit zwischen Klein und Groß.
Ich wünsche mir, dass die Jugend mit den Älteren verbunden ist, aber auch untereinander enger zusammenwächst. Dass eine Zwölfjährige genauso selbstverständlich mit einem 16-Jährigen ins Gespräch kommt. Jüngeren eine Stimme zu geben, ist mir besonders wichtig. Man soll sich trauen, etwas zu sagen – und auch ernst genommen werden.
Gute Jugendarbeit heißt für mich auch: ein Team ohne Druck. Man muss sich aufeinander verlassen können und wissen, wer die Ansprechpartner sind. Es wäre schön, wenn man die Jugendwärtin als Vertrauensperson sieht und sich bei ihr wohlfühlt.
Hast du ein geheimes Dachs-Talent, das noch keiner kennt?
Emma: Ich bin tatsächlich ziemlich gut in Mathe – und liebe Theater. Das erwartet man vielleicht nicht sofort.
Und der Umgang mit Kindern war für mich schon immer selbstverständlich. Erst in der Familie, jetzt auch im Verein. Das begleitet mich schon lange.
Was bedeutet für dich echte Gemeinschaft?
Emma: Echte Gemeinschaft zeigt sich für mich in ganz kleinen Momenten – zum Beispiel beim „Mensch ärgere dich nicht“. Wenn man anderen den Sieg wirklich von Herzen gönnt.
Gemeinschaft heißt: Jeder ist gleich viel wert. Jede Stimme zählt. Man wird ernst genommen, ist kompromissbereit, steht aber trotzdem zu seiner eigenen Position. Es geht darum, respektvoll miteinander umzugehen und sich auf Augenhöhe zu begegnen.
Was motiviert dich, dich so intensiv für unsere Jugend einzusetzen?
Emma: Viele Kinder fühlen sich allein wegen ihres Alters nicht ernst genommen. Das finde ich schade. Mir ist wichtig, dass Kinder schon früh das Gefühl haben: Meine Meinung zählt.
Ich selbst habe schon in jungen Jahren meine Meinung gesagt – und das hat mich weitergebracht. Darauf kann man stolz sein. Dieses Selbstvertrauen möchte ich weitergeben.
Ich wünsche mir, dass Jugendliche sich trauen, etwas zu sagen – und dass es wirklich etwas bewirkt. Und wenn man sich nicht traut, soll es eine Vertrauensperson geben, der man es anvertrauen kann.
Gerade bei unserem riesigen Jugendanteil im Verein – über 1.600 Mitglieder zwischen 0 und 15 Jahren und weitere 185 zwischen 16 und 25 – ist es unglaublich wichtig, dass diese Stimmen gehört werden.
Welche Werte möchtest du unseren Nachwuchs-Dachsen unbedingt mitgeben?
Emma: Vielfalt ist für mich zentral. Keine Grenzen ziehen – weder beim Alter noch bei Herkunft, Geschlecht oder Religion. Das sind auch Werte unseres Vereins, und die finde ich großartig.
Niemand sollte auf Äußerlichkeiten reduziert werden. Man sollte immer vom Guten im Menschen ausgehen. Jeder ist gleich wichtig.
Außerdem: ausprobieren! Egal, was man vorhat – einfach machen. Und Ehrlichkeit ist wichtig. Wenn man gefragt wird, sollte man ehrlich antworten.
Wo siehst du unsere Jugendabteilung in den nächsten drei bis fünf Jahren?
Emma: Ich wünsche mir mehr Regelmäßigkeit. Dinge, die sich fest etablieren – vielleicht eine Aktion alle zwei Monate oder eine regelmäßige Fahrt. Etwas, das man plant und auf das man sich verlassen kann.
Ein fester Ansprechpartner gehört für mich genauso dazu wie echtes Teamwork. Eine jährliche Jugendfahrt könnte ein wichtiger Baustein sein.
Und ich möchte, dass man im Verein selbstverständlich über unsere Jugendabteilung spricht – dass sie genauso wahrgenommen wird wie alle anderen Abteilungen. Dass jeder sich darin sicher fühlt und Lust hat, mitzuwirken.
Mein Ziel ist klar: Die Jugend soll eine echte Gemeinschaft innerhalb des Vereins werden.
Mit ihrer Mischung aus Gelassenheit, Verantwortungsbewusstsein und klarer Haltung bringt Emma alles mit, um unserer Jugend eine starke Stimme zu geben. Wir freuen uns auf alles, was kommt. 🦡


